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Container-Gesamtverlust: Statistik bis Mitte 2020



Silverback offline
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Betreff: Container-Gesamtverlust: Statistik bis Mitte 2020  -  Gepostet: 06.01.2021 - 00:26 Uhr  -  
Tatsächliche Anzahl der auf See verlorenen Container, zeigt Studie
aus gCaptain: Mike Schuler, 8. Juli 2020

Die WSC führte 2011 die erste Umfrage unter ihren Mitgliedsunternehmen durch, wobei die Aktualisierungen in den Jahren 2014, 2017 und 2020 veröffentlicht wurden. Nach Überprüfung der Ergebnisse des untersuchten Zwölfjahreszeitraums (2008-2019) schätzt die WSC, dass es im Durchschnitt insgesamt eine Umfrage gab von 1.382 Containern, die jedes Jahr auf See verloren gehen.

Die Schlussfolgerung nach zwölf Jahren ist, dass mehr als die Hälfte aller auf See verlorenen Container auf die begrenzte Anzahl von Großereignissen zurückzuführen ist, wie z. B. die Verluste des MOL Comfort (4.293 verlorene Container), MV Rena (~ 900 verlorene Container) und SS El Faro (517 Container verloren).

Für den Dreijahreszeitraum bis 2019 sank die durchschnittliche Anzahl der jährlich verlorenen Container auf 779, hauptsächlich aufgrund weniger schwerwiegender Zwischenfälle.

Laut WSC macht die Anzahl der über Bord verlorenen Container weniger als ein Tausendstel von 1 Prozent der rund 226 Millionen Container aus, die 2019 Fracht im Wert von 4 Billionen US-Dollar transportierten.
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endrick offline
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Betreff: Re: Container-Gesamtverlust: Statistik bis Mitte 2020  -  Gepostet: 11.01.2021 - 00:42 Uhr  -  
Moin miteinander:

Zum Thema wäre nun richtig interessant zu wissen wie sich diese Verluste gegen frühere Verluste vor der ''Containerzeit'' rechnen. Vor 1970 (um mal ein Datum zu nennen) waren ja Beschädigungen beim Verladen, im Transport und dann auch wieder beim Löschen, sowie Diebstahl seitens der Stauerleute und auch von Besatzungen wohl die Hauptfaktoren von ''Schwund''. Dazu dann noch auch schon damals gesunkene Schiffe. Versicherungen müssten da eigentlich einige Daten haben. Rein vom Warenwert gesehen, war es damals weniger oder nicht?

Aus eigener Erfahrung kann ich dazu nur feststellen, daß in den 40 Jahren welche ich hier im Importgeschäft verbrachte, nie ein einziger Container mit fehlender Ware ankam. Dies bei ca. 600 TEUs pro Jahr. Aber in einem Jahr verlor Maersk mal zwei oder drei 40- ft gefüllt mit Kjeldsen cookies kurz vor Weihnachten. :(

Es ist natürlich klar daß Verluste wie die von 14,000 TEU von "ONE Apus'' die gesamte Skala über den Haufen werfen. Dazu kommt dann auch noch der Faktor als % der totalen verladenen Menge, welche ja auch immer noch ansteigend ist.

Gruß

Endrick
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Terence

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Silverback offline
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Betreff: Re: Container-Gesamtverlust: Statistik bis Mitte 2020  -  Gepostet: 11.01.2021 - 20:07 Uhr  -  
Zitat
Es ist natürlich klar daß Verluste wie die von 14,000 TEU von "ONE Apus'' die gesamte Skala über den Haufen werfen.

Moin all,

als Ergänzung zu Endricks Beitrag, und insbesondere als Erinnerung an einen Seeunfall im Jahr 2013, welcher das sprunghafte Hochschnellen in der vorherigen Statistik-Grafik für dasjenige Jahr klar verdeutlicht, im Folgenden die Rekapilation des Vorgangs im Indischen Ozean.

Gruß,

Silverback.

Der Untergang der MOL Comfort-:
Als die schlimmste Seefrachtkatastrophe in der Geschichte war der bisher größte Containerverlust 2013 bei der MOL Comfort zu verzeichnen.

Über die MOL Comfort Die von Mitsui OSK Lines gecharterte MOL Comfort war ein Containerschiff und eines von 12 Schiffen mit einem ähnlichen Design, die über 8.000 TEU transportieren konnten. Sie wurde erstmals im März 2008 in Dienst gestellt und war bis 2012 APL Russia benamt.
Im Juni 2013 überquerte die MOL Comfort den Indischen Ozean von Singapur nach Saudi-Arabien zusammen mit 7.041 TEU, bevor es zu der Katastrophe kam.

Der MOL Comfort-Vorfall:
Am 17. Juni 2013 wurde die MOL Comfort von schlechtem Wetter 200 Meilen vor der Küste des Jemen erwischt. Gegen Morgen erlitt das Schiff einen Riss in der Mitte des Schiffes und zerbrach in zwei Teile. Die 26 Besatzungsmitglieder verließen das Schiff schnell, da sie nichts tun konnten, um die MOL Comfort zu rett en. Nachdem das Schiff in zwei Hälften zerbrochen war, blieben die beiden Teile über Wasser, wobei der größte Teil der Ladung intakt blieb. Während die beiden Hälften der Comfort im Ozean trieben, wurde Smit International, eine holl. Bergungsfirma, beauftragt, die beiden Hälften des Schiffes zu retten und an Land zu schleppen.
Am 24. Juni kamen vier Schlepper an. Die Schleppboote beschlossen, den Bug in Richtung Land zu schleppen.
Am 26. Juni soll die Heckhälfte der MOL Comfort Wasser aufgenommen haben. Am 27. Juni sank das Heck zusammen mit 1.700 Schiffscontainern und 1.500 Tonnen Treibstoff auf eine Tiefe von 4.000 Metern.
Am 2. Juli brachen die Leinen, die die Comfort mit den Schleppern verbanden, aber die Besatzungen konnten die Leinen wieder anbringen. Am 6. Juli brach im hinteren Teil des Bugabschnitts ein Feuer aus. Es ist noch keine Ursache für das verheerende Feuer bekannt.
Am 10. Juli waren über 2.400 Container durch das Feuer zerstört worden.
Am 11. Juni sank der Bugabschnitt des MOL Comfort in der Nacht auf eine Tiefe von 3.000 Metern, zusammen mit 1.600 Tonnen Heizöl in den Tanks. Auch die Ursache dieser Teil-Katastrophe ist noch unbekannt.

Die Schwesternschiffe der MOL Comfort wurden für einige Zeit außer Betrieb genommen, während sie in Längsrichtung verstärkt wurden. Die Katastrophe kostete die Versicherer zwischen 300 und 400 Millionen US-Dollar.

Im Jahr 2014 hatten 100 Unternehmen Klage gegen MHI (den Schiffsbauer) erhoben und behauptet, der Unfall und der Verlust von Fracht seien auf einen Konstruktionsfehler im Containerschiff zurückzuführen.

Die Bedeutung der Seefrachtversicherung
Die Geschichte der MOL Comfort erinnert uns an die Unvorhersehbarkeit des internationalen Handels. Das Schiff war ein hochmoderner Bau, der in einen für den Überseetransit typischen Sturm geriet. Viele der Ladungseigner der MOL Comfort konnten den Verlust ihrer Sendungen durch eine Seefrachtversicherung wettmachen. Obwohl es beim Versand von Waren nicht erforderlich ist, eine Seefrachtversicherung abzuschließen, ist dies die einzige Möglichkeit, sich zu schützen, wenn ihre Waren im Meer verloren gehen.
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