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Walli Wu



 
Castlestone offline
Kapitän/1. Ing
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Beiträge: 6273
Dabei seit: 06 / 2006
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Betreff: Walli Wu  -  Gepostet: 16.01.2019 - 18:22 Uhr  -  
Moin Walter.
Willkommen.
Eigentlich kannst Du hier ja mal all die schönen Storys aus Deiner Seefahrtszeit posten,die du im anderen Forum vor einigen Jahren hattest. :D
Gruss
Castlestone
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Walter Wust offline
Matrose OA/Ingassi
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Beiträge: 102
Dabei seit: 01 / 2019
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Betreff: Re: Walli Wu  -  Gepostet: 29.01.2019 - 12:55 Uhr  -  
Hi Castlestone,

erstmal müsste ich in meiner Backskiste sortieren. Zudem erinnere ich, daß nicht Alle diese Beiträge passend fanden. Aber ich wäre grundsätzlich nicht abgeneigt.

moin WalliWu
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Benno offline
Kapitän/1. Ing
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Beiträge: 2321
Dabei seit: 11 / 2012
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Betreff: Re: Walli Wu  -  Gepostet: 29.01.2019 - 14:17 Uhr  -  
Moin WalliWu,

ich bin neugierig und gespannt auf deine Erlebnisse.

Gruß, Benno
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Silverback offline
Kapitän/1. Ing
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Beiträge: 1496
Dabei seit: 05 / 2007
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Betreff: Re: Walli Wu  -  Gepostet: 29.01.2019 - 18:11 Uhr  -  
Genau das hatte ich kürzlich im "Treff" vorgeschlagen. :happy: Also, man tou, WalliWu. 8-)

Gruß,

Silverback.
"Wissen ist, zuzugeben, etwas nicht zu wissen!"
(Konfuzius)
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Castlestone offline
Kapitän/1. Ing
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Beiträge: 6273
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Betreff: Re: Walli Wu  -  Gepostet: 29.01.2019 - 18:35 Uhr  -  
Zitat

erstmal müsste ich in meiner Backskiste sortieren. Zudem erinnere ich, daß nicht Alle diese Beiträge passend fanden. Aber ich wäre grundsätzlich nicht abgeneigt.

moin WalliWu


Walli Wu.
Nun mann nicht so zimperlich.
Mann kann es nicht jedem gerecht machen.Ich fand Deine Erlebnisse toll.
Gruss
Castlestone
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Walter Wust offline
Matrose OA/Ingassi
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Herkunft: keine Angabe 
Alter: 74
Beiträge: 102
Dabei seit: 01 / 2019
Private Nachricht
Betreff: Re: Walli Wu  -  Gepostet: 30.01.2019 - 14:49 Uhr  -  
Hi @ All:

Im August 1959, ich war noch 14 Jahre alt, bekam ich auf meine Bewerbung vom Arbeitsamt die Nachricht, dass
ich nach positivem Untersuchungsergebnis für die Deckstauglichkeit auf einem Kümo einsteigen könne.
Ich fuhr also nach Hamburg, bekam die Gesundheitskarte, ein Seefahrtsbuch und einen Heuerschein für das
Kümo „Delphin IV“. Noch in der selben Nacht sollte ich in Rendsburg, bei Schiffsausrüster Hans Staack
einsteigen.
Ich kam nachmittags in Rendsburg an und es verging eine Ewigkeit, bis „Delphin IV“ endlich
anlegte. Nach all den vielen großen Dampfern, die ich in der Wartezeit gesehen habe, kam
mir das Kümo etwas mickrig vor, aber immerhin war es mein Schiff und das versöhnte mich
auch wieder.
Das Mannschaftslogis war unter der Back, eine 4 Mann Foxel, die Kojen hatten
Schiebeklappen aus Holz, damit bei Seegang niemand rausfallen konnte. Bettwäsche war
selbst mitzubringen und so war meine erste Amtshandlung, meine Koje zu beziehen und
meine Klamotten zu verstauen, damit sie auf See nicht spazierengehen. Dass dies kein Witz
war, erfuhr ich gleich nach verlassen der Kieler Schleuse.
„Delphin IV“ war ein Kielschiff und bei dwars See warf sich der Ewer in die See wie ein
Schwein in die Schei....
Wir fuhren nach Kotka löschen und anschliessend in Mäntylouto Schnittholz laden für Rouen.
Als erstes durfte ich in die Kombüse, der Jungmann, der die ganze Zeit diesen Job innehatte
und es noch garnicht richtig fassen konnte, dass diese schlimme Zeit jetzt für ihn vorbei war,
zeigte mir, wo Holz und Kohle verbunkert waren und wie man in kürzester Zeit ohne sich und
den Kahn abzufackeln, damit ein Feuer hinzauberte und Kaffee kochte.
Warmes Frühstück, wie später auf grosser Fahrt, gab es an Bord nicht. Es gab einen Pott
Marmelade, der Alte hatte davon einen 10 Liter Eimer bei Hans Staack eingekauft, laut
Etikett war sie aus 12 verschiedenen Früchten hergestellt und von der Farbe sah sie eher wie
Staufferfett aus. Dann gab es noch Rübensirup, den alle als Honig bezeichneten. An normalen
Wochentagen gab es Margarine, nur Donnerstag und Sonntag gab es Butter und Weissbrot.
Ansonsten gab es jeden Tag Graubrot und Schwarzbrot, nur Donnerstag und Sonntag noch
zusätzlich Weissbrot. Wer nichts Süsses zum Frühstück mochte, konnte auch ein paar dünne
Scheiben gesalzenen fetten Speck bekommen. Auf dem Herd stand immer ein grosser Pott mit
Frischwasser, hauptsäcjlich für die Backschaft, aber auch als Waschwasser für Kapitän und
Steuermann. Kühlschrank hatten wir keinen, aber neben dem Ruderhaus einen Holzkasten mit
einer Tür, die mit Fliegengitter bespannt war, dort waren die leicht verderblichen
Lebensmittel untergebracht. Es kam hin und wieder vor, dass das Fleisch etwas roch. Dann
musste es mit Essigwasser gewaschen werden, vor allem die Fettteile ganz besonders.
Der andere Proviant war in einem Kabuff mit Oberlicht verstaut, durch den man in die
Kapitäskajüte gelangte. Die Kapitäskajüte waren 3 Räume, Salon, Schlafraum und
Zollkammer. Diese hatte weder Bullaugen noch Oberlicht, der einzige Zugang war eine
Metalltür mit Vorreibern und Vorhängeschloss. Dort hatte der Alte Zigaretten, Eau de Vie,
die etwas edleren Spirituosen, Süssigkeiten und Toilettenartikel verschlossen. Auch ein paar
Kisten Carlsberg und Tuborg Bier, ich glaube die fassten 50 Flaschen, waren dort.
Ganz achtern hauste der Steuermann. Seine Kabine war auf See mindestens so laut und
Ungemütlich wie unser Kabuff vorne.
Alle Logies hatten eine Dusche. Für die beiden Duschen achtern gab es einen Boiler Marke
Eigenbau, mit einer Handpumpe und einer Gasflasche an Deck.
Vorne stand ein Tank auf der Back, ca 100 Liter fassend, der im Hafen immer mit Wasser aus
der Kombüse aufgefüllt wurde. Wenn Frischwasser knapp wurde, holten wir mit einer
Schlagpütz Seewasser von aussenbords und duschten damit, zwar schäumte dann die Seife
nicht, aber ein Seemann soll ja sowieso nach Salz und Teer „duften“.

Fortsetzung folgt
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